Ganzheitlicher Zahnarzt — Amalgam Und Metallentfernung

Amalgam- und Metallentfernung

Sicher, schonend und nach ganzheitlichem Schutzprotokoll

„Metalle im Mund gehören dort nicht hin. Ihre Entfernung ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zurück zur Gesundheit.“ — Dmitri Klass
50%Quecksilberanteil in Amalgam
2018EU-Verbot bei Kindern, Schwangeren, Stillenden
SMARTSchutzprotokoll nach IAOMT-Standard
0Metalle im neuen Zahnersatz

Stand:

Warum metallfrei?

50 Prozent Quecksilber — direkt im Mund

Amalgamfüllungen geben bei jedem Kauen, bei jedem heißen Getränk und beim Zähneputzen Quecksilberdampf ab. Der Dampf gelangt über Schleimhaut und Lunge in den Blutkreislauf und lagert sich in Nerven, Leber, Nieren und Gehirn ab — oft über Jahrzehnte.

Auch Nickel, Palladium oder Gold-Legierungen erzeugen galvanische Ströme im Mundraum, können Allergien auslösen und das Immunsystem belasten. Viele Patienten berichten nach einer fachgerechten Sanierung, dass diffuse Beschwerden spürbar nachlassen.

Amalgamfüllungen geben jahrzehntelang Quecksilberdampf ab
Unser Schutzprotokoll

Vorbereitung, Schutz, Absaugung

Eine unsachgemäße Amalgamentfernung kann den Körper sogar stärker belasten als die Füllung selbst. Deshalb arbeiten wir nach einem strengen, international anerkannten Schutzprotokoll. Schon mehrere Tage vor dem Eingriff bereiten wir Ihr Immunsystem gezielt auf die Behandlung vor – mit Mikronährstoffen, Vitaminen und, wenn nötig, in enger Abstimmung mit einer erfahrenen Heilpraktikerin.

Während der Behandlung schützen wir Sie durch Kofferdam, spezialisierte Hartmetallbohrer, die das Amalgam in großen Stücken heraustrennen, sowie eine hochleistungsfähige externe Absaugung direkt am Mund. Eine Goldmaske über der Nase bindet zusätzlich Quecksilberdämpfe, die sonst eingeatmet würden.

Behandlungszimmer mit Schutzausrüstung
Nach der Sanierung

Schwermetallausleitung und metallfreier Ersatz

Die zahnärztliche Entfernung ist der erste Schritt. Eine begleitende Schwermetallausleitung wird von einigen Patientinnen und Patienten als sinnvoll empfunden — die Wirksamkeit solcher Verfahren ist wissenschaftlich umstritten. Wir kennen ein Netzwerk aus Heilpraktikerinnen und ganzheitlich orientierten Medizinern in der Region Lübeck und Bad Schwartau, mit denen Sie diesen Aspekt bei Bedarf eigenverantwortlich besprechen können.

Die entstandenen Lücken versorgen wir ausschließlich mit biokompatiblen, metallfreien Materialien: hochwertiger Vollkeramik, Komposit oder – bei größerem Substanzverlust – mit individuellen Keramikinlays. Müssen ganze Zähne ersetzt werden, kommen biokompatible Keramik-Implantate aus Zirkonoxid zum Einsatz. So entsteht Zahn für Zahn ein Mund, der Ihren Körper nicht länger belastet, sondern entlastet.

Schwermetallausleitung und biokompatible Versorgung in der ganzheitlichen Zahnmedizin
  • Immunologische Vorbereitung

    Gezielte Stärkung des Immunsystems vor dem Eingriff mit Mikronährstoffen und ganzheitlicher Begleitung.

  • Kofferdam & Absaugung

    Der Kofferdam isoliert den Zahn komplett, eine externe Hochleistungsabsaugung fängt Dämpfe direkt am Mund ab.

  • Goldmaske

    Gold bindet Quecksilberdämpfe zuverlässig und schützt Atemwege und Schleimhäute während der Entfernung.

  • Schwermetallausleitung

    Im Anschluss begleiten wir Sie auf Wunsch bei der naturheilkundlichen Ausleitung der eingelagerten Metalle.

  • Ganzheitliche Begleitung

    Enge Zusammenarbeit mit Heilpraktikern und ganzheitlichen Medizinern aus Lübeck und Umgebung.

  • Metallfreier Ersatz

    Neue Versorgung ausschließlich mit biokompatibler Vollkeramik oder hochwertigem Komposit.

Unser Schutzprotokoll

So entfernen wir Amalgam — Schritt für Schritt

Wir arbeiten nach den Empfehlungen der IAOMT (International Academy of Oral Medicine and Toxicology) für die metallfreie Zahnmedizin und die sichere Amalgamentfernung. Jeder Schritt hat ein Ziel: Ihren Körper bestmöglich vor Quecksilberdämpfen schützen.

  1. 01

    Vorbereitung & Stärkung

    Mehrere Tage vor dem Eingriff beginnt eine immunologische Vorbereitung mit Mikronährstoffen, Antioxidantien und ggf. Chlorella oder Bärlauch. Bei Bedarf in Abstimmung mit einer erfahrenen Heilpraktikerin aus unserem Netzwerk.

  2. 02

    Schutzkleidung & Goldmaske

    Sie erhalten eine Schutzbrille, ein Schutztuch über dem Körper und eine Goldmaske über der Nase. Gold bindet Quecksilberdämpfe zuverlässig und schützt Ihre Atemwege während des gesamten Eingriffs.

  3. 03

    Kofferdam-Isolation

    Der zu behandelnde Zahn wird mit einem Kofferdam-Spannrahmen vollständig vom übrigen Mundraum getrennt. So gelangen weder Bohrstaub noch Spüllösung in den Rachen — der Mund wird sicher abgeschirmt.

  4. 04

    Hartmetallbohrer in großen Stücken

    Statt das Amalgam fein zu zerstäuben, trennen wir es mit speziellen Hartmetallbohrern in möglichst großen Stücken aus dem Zahn heraus. Das reduziert die Dampfentwicklung um ein Vielfaches.

  5. 05

    Hochleistungs-Absaugung direkt am Mund

    Eine zusätzliche externe Absaugung — ergänzend zur Behandlungsabsaugung — saugt Aerosole und Dämpfe direkt am Mundrand ab, bevor sie sich im Raum verteilen können.

  6. 06

    Reinigung & biokompatible Versorgung

    Nach der Entfernung wird die Kavität gründlich gespült und mit Vollkeramik, Komposit oder einem Keramik-Inlay versorgt — metallfrei, biokompatibel, ästhetisch.

  7. 07

    Naturheilkundliche Ausleitung

    Im Anschluss an die Sanierung beginnt die eigentliche Ausleitung der Schwermetall-Depots aus dem Gewebe — in Begleitung erfahrener Heilpraktiker, mit dem Ziel, Ihren Körper langfristig zu entlasten.

Wann eine Sanierung sinnvoll ist

Wer sollte über eine Amalgam- und Metallentfernung nachdenken?

Aus gesundheitlichen Gründen

  • Diagnostizierte Metall- oder Quecksilberunverträglichkeit (Allergie- oder Labortest, z. B. LTT)
  • Bekannte Schwermetallbelastung mit Empfehlung Ihres behandelnden Arztes
  • Wunsch nach metallfreier Versorgung im Rahmen einer Gesamtsanierung
  • EU-Amalgamverbot ab 2025 — Austausch defekter Füllungen

Hinweis: Eine Amalgamentfernung dient dem Schutz vor Quecksilberdampf während der Sanierung. Eine therapeutische Wirkung auf chronische Erkrankungen ist wissenschaftlich nicht generell belegt — sprechen Sie bei systemischen Beschwerden zusätzlich mit Ihrem Hausarzt oder Internisten.

Aus persönlicher Überzeugung

  • Wunsch nach 100% metallfreier Mundsanierung
  • Vorhandene Amalgamfüllungen aus den 80er/90er-Jahren
  • Goldkronen, Palladium- oder Nickel-Legierungen
  • Metallisches Geschmacksempfinden oder Mundbrennen
  • Ästhetischer Wunsch nach weißen, modernen Versorgungen
  • Vorbereitung auf eine ganzheitliche Sanierung
  • Ästhetische Modernisierung älterer Versorgungen
Hintergrund & Studienlage

Vom Standardmaterial zum Auslaufmodell

Amalgam wurde über 150 Jahre lang als Standard-Füllmaterial eingesetzt — günstig, einfach zu verarbeiten, langlebig. Was lange bagatellisiert wurde: Es enthält bis zu 50 Prozent reines Quecksilber, eines der toxischsten nicht-radioaktiven Elemente überhaupt. Bei jedem Kauen, jedem heißen Getränk und jedem Putzgang entweichen messbar Quecksilberdämpfe in den Körper.

Die EU hat 2018 reagiert: Seitdem darf Amalgam bei Kindern unter 15 Jahren, bei Schwangeren und stillenden Müttern nicht mehr eingesetzt werden. Norwegen, Schweden und Dänemark haben es bereits seit Jahren komplett verboten. Ab dem 1. Januar 2025 gilt EU-weit ein vollständiges Verbot — eine späte, aber konsequente Entscheidung.

Für Sie heißt das: Wer noch alte Amalgamfüllungen trägt, sollte fundiert prüfen lassen, ob und wie sie ersetzt werden sollten. Wir tun das ohne Druck, mit klarer Aufklärung — und mit einem Schutzprotokoll, das wir seit vielen Jahren konsequent anwenden.

Verfahrens-Vergleich

Standard-Entfernung vs. IAOMT-Schutzprotokoll

Bei der Entfernung von Amalgam entsteht Quecksilberdampf. Wie stark Patient und Praxis-Team davon belastet werden, hängt vom Schutzprotokoll ab. Der Vergleich zeigt die wesentlichen Unterschiede.

VerfahrenStandard ohne SchutzIAOMT-Schutzprotokoll
Kofferdamneinja
Goldmaske über Naseneinja
Externe Absaugungneinja
Hartmetall-Bohrermanchmalimmer
Patient-O₂-Versorgungneinoptional
Hg-Dampf-Expositionhochminimal
Mythen-Check

Häufige Irrtümer rund um die Amalgam-Entfernung

„Der Schutz beim Bohren ist überflüssig“
Beim Anbohren von Amalgam steigt die Quecksilberdampf-Konzentration in der Mundhöhle messbar an. Kofferdam, externe Absaugung und Goldmaske reduzieren die Aufnahme über Schleimhaut und Atemwege deutlich — das ist messtechnisch dokumentiert und Grundlage des IAOMT-Protokolls.
„Die GKV zahlt jetzt sowieso alles“
Seit dem EU-weiten Amalgam-Aus 2026 übernimmt die GKV alternative Füllungsmaterialien — aber nicht zwingend das volle Schutzprotokoll bei der Entfernung. Kofferdam, externe Absaugung und Hartmetall-Bohrer bleiben in vielen Fällen Privatleistung.
„Naturheilkundler können Amalgam besser entfernen“
Das Entfernen einer Füllung ist eine zahnärztliche Leistung und gehört in eine ausgestattete Praxis. Naturheilkundliche Begleitung (z. B. Ausleitungsprotokolle) kann sinnvoll ergänzen — der eigentliche Eingriff bleibt aber Aufgabe des Zahnarztes.
„Eine Ausleitung ist nach jeder Entfernung Pflicht“
Eine Ausleitung ist eine individuelle Entscheidung. Sie kann sinnvoll sein, wenn Belastungssymptome bestanden oder eine größere Anzahl Füllungen entfernt wurde. Bei einzelnen Füllungen und gesundem Stoffwechsel ist sie nicht zwingend erforderlich.
„Schwangere haben kein Risiko“
Quecksilber passiert die Plazenta-Schranke. Eine geplante Amalgam-Entfernung während der Schwangerschaft ist nach gängiger Empfehlung zu vermeiden. Akute Situationen werden im Einzelfall mit Gynäkologin und Zahnarzt abgestimmt.
Schutzprotokoll

SMART-Protokoll: 8 Pflicht-Punkte bei jeder Entfernung

Das SMART-Protokoll (Safe Mercury Amalgam Removal Technique) der IAOMT definiert die Mindestanforderungen an eine schutzbewusste Amalgam-Entfernung. Wir setzen alle acht Punkte in jeder Sitzung um.

1. Kofferdam

Gummituch isoliert den Zahn und verhindert das Verschlucken von Bohrpartikeln.

2. Externe Absaugung

Hochleistungs-Absauganlage direkt am Mund fängt den Quecksilberdampf ab.

3. Goldmaske / Nasenschutz

Eigene Sauerstoff- oder Frischluftzufuhr über die Nase während des Bohrvorgangs.

4. Hartmetall-Bohrer

Schnelles, gezieltes Heraustrennen statt feinem Zerstäuben — reduziert Dampfbildung.

5. Wasserkühlung

Bindet entstehende Partikel und senkt die Temperatur im Behandlungsbereich.

6. Schutz-Kleidung Team

Visier, FFP3-Maske und Einwegkittel für Behandler und Assistenz.

7. Mund-Spülung danach

Aktivkohle- oder Chlorella-Spülung bindet verbliebene Rückstände.

8. Amalgam-Abscheider

Praxis-seitige Abscheidetechnik verhindert Belastung des Abwassers.

Häufige Fragen

Fragen zur Amalgam- und Metallentfernung

Ist Amalgam wirklich schädlich?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung räumt ein, dass Amalgam Quecksilber freisetzt. Die EU verbietet es seit 2018 für besonders empfindliche Gruppen und ab 1. Januar 2025 vollständig. Wir halten es für nicht mehr zeitgemäß — und arbeiten ausschließlich mit metallfreien Alternativen.

Sollte ich alle Füllungen sofort entfernen lassen?

Nein. Eine unsachgemäße Entfernung kann den Körper kurzfristig sogar stärker belasten als das Belassen. Wir planen die Reihenfolge nach Befund und Gesundheitszustand — und immer mit dem Schutzprotokoll. In manchen Fällen ist auch ein Belassen die richtige Entscheidung.

Was kostet die Entfernung?

Das hängt von Anzahl und Größe der Füllungen sowie der gewählten Versorgung ab. Sie erhalten vor jedem Eingriff einen verbindlichen Heil- und Kostenplan.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die gesetzliche Kasse trägt einen Festzuschuss für die Versorgung — aber nur für die Standard-Lösung, nicht für Vollkeramik. Bei nachgewiesener Allergie oder besonderer medizinischer Indikation kann der Anteil höher ausfallen. Privat- und Zusatzversicherungen erstatten meist deutlich umfangreicher.

Was bedeutet „SMART-Protokoll“?

SMART steht für „Safe Mercury Amalgam Removal Technique“ und wurde von der International Academy of Oral Medicine and Toxicology (IAOMT) entwickelt. Es definiert internationale Mindeststandards für die sichere Amalgam-Entfernung — vom Schutzraum über die Filterung bis zur Entsorgung. Wir arbeiten konsequent nach diesem Standard.

Wie läuft die Schwermetallausleitung danach ab?

Die eigentliche Ausleitung der über Jahre eingelagerten Metalle erfolgt im Anschluss an die zahnärztliche Sanierung — meist über mehrere Wochen oder Monate. Wir arbeiten mit einem Netzwerk erfahrener Heilpraktiker und ganzheitlicher Mediziner aus der Region, die die Begleitung individuell auf Ihren Stoffwechsel abstimmen.

Kann ich Beschwerden erwarten, die danach besser werden?

Manche Patientinnen und Patienten berichten subjektiv über Veränderungen ihres Allgemeinbefindens nach einer Amalgamentfernung; andere bemerken keine spürbare Veränderung. Ein wissenschaftlich gesicherter, kausaler Zusammenhang zwischen einer Amalgamentfernung und Verbesserungen systemischer Beschwerden ist nach aktueller Studienlage nicht belegt. Wir können Ihnen daher kein Ergebnis versprechen — wir setzen den nach EU-Recht ab 2025 geforderten Wechsel auf metallfreie Materialien mit größtmöglichem Arbeitsschutz um.

Was passiert mit Goldkronen oder Palladium?

Auch Goldlegierungen und insbesondere Palladium können galvanische Ströme erzeugen und Allergien auslösen. Wir entfernen sie nach denselben Schutzprinzipien wie Amalgam und ersetzen sie durch metallfreie Vollkeramik. Die Entscheidung treffen wir gemeinsam — nicht jede alte Krone muss raus.

Ihr nächster Schritt

Raus mit den Metallen

Sie tragen noch Amalgamfüllungen oder alte Metallkronen? Im Beratungsgespräch zeigen wir, welche Füllungen sinnvoll ersetzt werden sollten, wie der Schutzablauf aussieht und welche Ausleitung danach passt.