Stille Herde, die trotzdem wirken
FDOK und NICO beschreiben denselben Befund: ein Areal im Kieferknochen, das schlecht durchblutet ist, sich mit fettigem Gewebe füllen kann und in dem Zellen absterben. Röntgenologisch im klassischen 2D-Bild kaum sichtbar, lokal häufig schmerzfrei.
Die Aussagekraft solcher Befunde und ihr Stellenwert in der ganzheitlichen Behandlung werden in der zahnmedizinischen Fachliteratur diskutiert. Mit hochauflösender DVT-Diagnostik, Ultraschall und klinischer Einschätzung machen wir diese Strukturen sichtbar — die Bewertung erfolgt anschließend individuell.
Wenn der Körper nicht zur Ruhe kommt
Im Bereich der biologisch-zahnmedizinischen Literatur und Erfahrungsmedizin wird FDOK/NICO mit verschiedenen unspezifischen Beschwerden in Verbindung gebracht. Eine wissenschaftliche, kausale Bestätigung dieser Zusammenhänge steht überwiegend aus.
Eine FDOK/NICO-Diagnostik kann sinnvoll sein, wenn:
- eine ausführliche ärztliche Abklärung Ihrer Beschwerden ohne klares Ergebnis geblieben ist
- im Kieferbereich auffällige Befunde im 2D-Röntgen bestehen
- nach Eingriffen oder Weisheitszahnentfernungen unklare lokale Beschwerden zurückbleiben
- Sie eine zahnmedizinische Zweitmeinung wünschen, bevor weitere Behandlungen geplant werden
Hinweis: Eine zahnärztliche Behandlung ersetzt keine fachärztliche Diagnostik und Therapie chronischer Beschwerden. Wir arbeiten ergänzend zu Ihrem behandelnden Hausarzt oder Internisten — nicht an dessen Stelle.
DVT, Sanierung und PRF-Regeneration
Weil FDOK/NICO auf klassischen 2D-Röntgenbildern kaum sichtbar ist, nutzen wir für die Diagnose die dreidimensionale digitale Volumentomographie (DVT). Damit lassen sich Hohlräume, Verfettungen und Nekrosezonen im Kieferknochen millimetergenau lokalisieren.
Liegt ein Befund vor, entfernen wir das erkrankte Knochengewebe chirurgisch – unter lokaler Betäubung, auf Wunsch mit Sedierung. Der Kiefer wird sorgfältig gereinigt, entzündete Anteile werden restlos ausgeräumt. Anschließend legen wir eine PRF-Membran (Plättchenreiches Fibrin) aus Eigenblut ein. Diese fördert die Regeneration, stabilisiert den Knochen und reduziert das Rezidivrisiko.
In der Nachsorge begleiten wir Sie mit entzündungshemmenden Maßnahmen und regelmäßigen Kontrollen, damit der Heilungsprozess nachhaltig gelingt.