Keramikimplantation — metallfreie Vollkeramische Implantate

Keramikimplantation

Vollkeramische Implantate — Ihre biologische Alternative

0%Metall im Implantat — reines Zirkonoxid
95%+Erfolgsquote über 10 Jahre
1 TagProvisorische Sofortversorgung möglich
Bio100% biokompatibel & gewebefreundlich
Zirkonoxid-Hochleistungskeramik

Ein Material, das der Körper annimmt

Vollkeramische Implantate sind aus Zirkonoxid gefertigt – einem weißen, extrem harten, biokompatiblen Werkstoff, der sich seit Jahrzehnten in der Medizin bewährt. Kein Metall, keine Korrosion, keine galvanischen Ströme.

  • 100 %metallfrei
  • 0Allergiepotenzial
  • –70 %weniger Plaque-Anlagerung
Zirkonoxid-Keramikimplantat freigestellt – metallfreies Vollkeramik-Implantat
Vollkeramik-Implantat · ZrO₂

Die metallfreie Alternative zum Titanimplantat

Ein Zahn fehlt — und Sie möchten keinen Metallkörper im Kiefer. Vollkeramische Implantate aus Zirkonoxid ersetzen die Zahnwurzel mit einem Werkstoff, der keine Ionen abgibt, keine galvanischen Ströme erzeugt und das Zahnfleisch nicht grau durchschimmern lässt. Patientinnen und Patienten aus dem Großraum Lübeck erreichen unsere Praxis in Bad Schwartau in rund 15 Minuten — mehr zum biologischen Kontext finden Sie in unserem Überblick zur Implantologie.

Für Patientinnen und Patienten mit Metallunverträglichkeit, chronischen Entzündungen oder einem klaren Wunsch nach biologischen Materialien sind Keramikimplantate die konsequente Antwort. Vor jeder Versorgung klären wir die Verträglichkeit mit einem individuellen Materialtest.

Vollkeramisches Zirkonoxid-Implantat — 3D Ansicht mit Krone

Weiß statt grau — auch am Zahnfleischrand

Titanimplantate können bei dünnem Zahnfleisch dunkel durchschimmern. Zirkonoxid ist weiß wie der Zahn selbst — der Übergang bleibt unsichtbar, auch wenn sich das Gewebe mit den Jahren verändert.

Dazu kommt der biologische Aspekt: Entzündliche Herde im Kiefer belasten den gesamten Organismus. Eine konsequente Herdsanierung mit metallfreiem Ersatz wirkt sich oft spürbar auf das Wohlbefinden aus — über den Mundraum hinaus. Wir sehen das Implantat dabei als Teil einer ganzheitlichen Versorgung im Sinn der biologischen Zahnheilkunde.

Zirkonoxid-Implantat — detaillierte Seitenansicht

Oft am selben Tag fest versorgt

Zirkonoxid hält Kaukräften problemlos stand — die Lebensdauer ist mit Titanimplantaten vergleichbar. Der Unterschied liegt im Behandlungsablauf. Die digitale 3D-Implantatplanung auf Basis eines DVT-Scans macht jeden Schritt vorhersehbar.

Wo die Knochensituation es zulässt, setzen wir das Implantat minimalinvasiv und versorgen es sofort — mehr dazu auf unserer Seite zur Sofortimplantation. Reicht das Knochenvolumen nicht aus, gleichen wir es schonend per biologischem Knochenaufbau aus. Die endgültige Versorgung erfolgt anschließend mit metallfreiem Zahnersatz aus Vollkeramik.

Keramikimplantat — Gesamtansicht inkl. Aufbau

10 Gründe für Vollkeramik

1
Biokompatibilität Natürlich verträglich — Keramik wird vom Körper optimal angenommen, ohne Abstoßungsreaktionen.
2
Ästhetik Natürliches Aussehen — das weiße Material fügt sich unsichtbar in die Zahnreihe ein.
3
Langlebigkeit Zirkonoxid-Keramik ist extrem widerstandsfähig und hält den täglichen Belastungen dauerhaft stand.
4
Keine Korrosion Keramik korrodiert nicht — keine Metallionen gelangen in den Körper.
5
Keine Metallallergien 100 % metallfrei — ideal für Patienten mit Unverträglichkeiten oder Allergien.
6
Sofortversorgung mit provisorischen Kronen In vielen Fällen erhalten Sie am selben Tag eine provisorische Krone — ohne Lücke.
7
Minimalinvasiv Piezochirurgie und DVT-geführte Planung schonen Knochen und Weichgewebe.
8
Elektrisch neutral Keine galvanischen Ströme im Mund — kein Zusammenspiel mit anderen Metallen.
9
Thermische Isolierung Keramik leitet keine Temperaturen — kein unangenehmes Kälte- oder Wärmeempfinden.
10
Alles aus einer Hand Von der Diagnostik über die Implantation bis zur Versorgung — alles in unserer Praxis.
Behandlungsablauf

Vom Beratungsgespräch bis zum festen Zahn

Eine Implantation ist ein Eingriff, der gut vorbereitet sein will. So sieht der Weg in unserer Praxis aus — transparent, planbar, ohne Überraschungen.

  1. 01

    Beratung & 3D-Diagnostik

    Im Erstgespräch klären wir Erwartungen, Vorbefunde und Allgemeingesundheit. Eine DVT-Aufnahme zeigt millimetergenau Knochenangebot, Nervverlauf und mögliche Hindernisse.

  2. 02

    Digitale Implantatplanung

    Am Computer planen wir Position, Winkel und Tiefe des Implantats — abgestimmt auf den späteren Zahnersatz. Sie sehen Ihren Eingriff vorher dreidimensional am Monitor.

  3. 03

    Schonende Implantation

    Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv unter lokaler Betäubung, auf Wunsch mit Sedierung oder Lachgas. PRGF-Eigenblut unterstützt die Heilung — Schwellung und Schmerz bleiben gering.

  4. 04

    Sofortversorgung oder Heilphase

    Wo die Knochensituation es zulässt, erhalten Sie noch am gleichen Tag einen festen provisorischen Zahn. Andernfalls heilt das Implantat in Ruhe ein. Wie lange das dauert, hängt von Ihrer individuellen Wundheilung ab — manche Körper brauchen wenige Wochen, andere mehrere Monate. Der finale Aufbau erfolgt erst, wenn das Implantat sicher osseointegriert ist.

  5. 05

    Endgültige Krone aus Vollkeramik

    In unserem praxiseigenen Labor entsteht eine handgefertigte Vollkeramikkrone — perfekt in Form, Farbe und Funktion auf Ihre Zähne abgestimmt. Kurze Wege, direkte Abstimmung, volle Qualitätskontrolle im Haus.

  6. 06

    Nachsorge & Erhaltung

    Regelmäßige Kontrollen, professionelle Implantatreinigung und eine angepasste Mundhygiene sichern den langfristigen Erhalt — oft über Jahrzehnte.

Wann Vollkeramik die richtige Wahl ist

Typische Indikationen für Keramikimplantate

Medizinisch sinnvoll bei…

  • Bekannte Metallunverträglichkeit oder Allergiebefund
  • Multiple chemische Sensitivität (MCS)
  • Autoimmunerkrankungen, Rheuma, chronische Entzündungen
  • Periimplantitis oder Versagen bei früherem Titanimplantat
  • Dünner Kiefer- oder Zahnfleischknochen (sichtbarer Bereich)
  • Patientinnen mit besonderem Anspruch an Biokompatibilität
  • Wunsch nach 100% metallfreier Mundsanierung

Ästhetisch wichtig bei…

  • Einzelzahnersatz im sichtbaren Frontzahnbereich
  • Dünnem, durchscheinendem Zahnfleisch (graue Schimmer)
  • Hoher Lachlinie (sichtbares Zahnfleisch beim Lachen)
  • Ersatz nach Unfall oder Sportverletzung
  • Junge Patienten mit Wunsch nach lebenslanger Lösung
  • Komplettversorgung Oberkiefer im sichtbaren Bereich
  • Brücken-Pfeilerimplantate ohne grauen Rand
Hintergrund & Stand der Forschung

Zirkonoxid — ein Werkstoff mit langer Karriere

Zirkonoxid (ZrO₂) wird seit den 1990er-Jahren in der Medizin eingesetzt — zunächst in Hüft- und Knieprothesen, später als Material für Zahnkronen und Brücken. Der Sprung zum vollkeramischen Implantat gelang um 2005 mit verbesserten Herstellungsverfahren, die die nötige Bruchfestigkeit garantieren.

Heute liegen Langzeitstudien über mehr als 15 Jahre vor. Die Erfolgsraten sind mit Titanimplantaten vergleichbar, das Entzündungsrisiko (Periimplantitis) ist nach aktueller Studienlage tendenziell sogar geringer — weil die Plaqueanlagerung an polierter Keramik schwächer ausfällt als an Titan und das umliegende Gewebe biologisch besser anbindet.

Die Schweizer SDS Swiss Dental Solutions und die deutschen Hersteller Z-Systems und Bredent gehören zu den führenden Anbietern. In unserer Praxis arbeiten wir mit den Systemen, die für die jeweilige klinische Situation am besten passen — nicht mit „dem einen“ Implantat. Hintergründe zur Hochleistungskeramik haben wir in unserer Keramik-Info zusammengestellt, weitere Fachbegriffe finden Sie im Zahnlexikon.

Material-Vergleich

Zirkonoxid-Keramik im direkten Vergleich zu Titan

Beide Materialien sind in der Implantologie etabliert. Welches im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von Knochensituation, gewünschter Ästhetik und individuellem Belastungsprofil ab. Die folgenden Eckpunkte fassen die wichtigsten Unterschiede zusammen.

KriteriumZirkonoxid-KeramikTitan
Biokompatibilitätsehr hoch — bioinerteingeschränkt — Metallionen können das Immunsystem belasten
Korrosionausgeschlossengeringe, aber messbare Ionenfreisetzung über Jahre
Ästhetikweiß, keine Schattengrau-bläulich — kann am Zahnfleischsaum durchschimmern
Periimplantitis-Risikoreduziert (weniger Plaque-Anhaftung)erhöht — Bakterien haften stärker an Metalloberflächen
Allergie-Potentialnahezu nullselten, aber dokumentiert — Titan-Sensibilisierung nachweisbar
MRT-Kompatibilitätuneingeschränkt — keine Bildstörungenuneingeschränkt, aber Artefakte möglich
Wärmeleitunggering (gut für Sensibilität)höher — Temperaturreize gelangen schneller zum Knochen
Mythen-Check

Häufige Irrtümer über Keramikimplantate

„Keramikimplantate brechen leicht“
Moderne Zirkonoxid-Implantate (Y-TZP) haben eine Biegefestigkeit von rund 1.200 MPa — vergleichbar mit Titan. Bei korrekter Indikationsstellung, ausreichendem Knochenangebot und sauberer Insertion ist die Bruchgefahr im klinischen Alltag vernachlässigbar.
„Keramikimplantate sind zu teuer“
Der Mehrpreis gegenüber Titan liegt typischerweise bei 200–600 € pro Implantat. Bei einer Lebensdauer von 15+ Jahren entspricht das wenigen Euro pro Monat. Wer Wert auf eine metallfreie Versorgung legt, erhält damit ein Material, das auch langfristig keine Ionen abgibt.
„Keramikimplantate sind nicht stabil genug“
Langzeitstudien über mehr als 15 Jahre belegen Erfolgsraten, die mit Titan vergleichbar sind. Das Material wird zudem in der Endoprothetik (Hüftgelenke) seit Jahrzehnten unter weit höheren Belastungen eingesetzt.
„Keramikimplantate eignen sich nur für den Frontzahn“
Frühe Generationen waren tatsächlich vorwiegend für den ästhetisch sensiblen Frontzahnbereich gedacht. Heute stehen ein- und zweiteilige Systeme zur Verfügung, die auch im Seitenzahnbereich verlässlich eingesetzt werden — bei entsprechender Indikation.
„Keramikimplantate halten nicht lange“
Aktuelle 10-Jahres-Daten zeigen Überlebensraten im Bereich von 95–98 %, vergleichbar mit Titan. Entscheidend für die Haltbarkeit sind Mundhygiene, regelmäßige Kontrolle und ein gesundes Weichgewebe — nicht das Material allein.
Systeme

Hersteller & Systeme, mit denen wir arbeiten

Wir wählen das Implantatsystem nach klinischer Situation aus — nicht nach Hersteller. Diese vier Marken decken die in der Praxis Klass gängigen Indikationen ab.

Z-Systems

Zweiteilige Zirkonoxid-Implantate, hoher Forschungsanteil, schweizerische Herstellung.

SDS Swiss Dental Solutions

Einteilige und zweiteilige Systeme, biologisch orientiertes Konzept, breites Indikationsspektrum.

Bredent White SKY

Deutsche Herstellung, einteiliges Design, etabliert seit über einer Dekade.

Patent

Zweiteilig mit Glasfaser-Aufbau, fokussiert auf weichgewebsfreundliche Einheilung.

Häufige Fragen

Fragen zu Keramikimplantaten

Sind Keramikimplantate genauso stabil wie Titan?

Ja. Modernes Zirkonoxid hat eine Bruchfestigkeit, die für die normalen Kaukräfte mehr als ausreicht. Lange Zeit galt Titan als überlegen — heute zeigen Langzeitstudien vergleichbare Erfolgsraten. Wichtig ist die richtige Indikation und ein erfahrener Operateur.

Was kostet ein Keramikimplantat?

Die Kosten für das Gesamtpaket aus Implantat, Aufbau und Vollkeramik-Krone hängen von Komplexität, Knochenaufbau und gewähltem System ab. Sie erhalten vor Behandlungsbeginn einen verbindlichen Heil- und Kostenplan, den Sie auch bei Ihrer Versicherung einreichen können.

Wird der Eingriff von der Krankenkasse übernommen?

Die gesetzliche Krankenkasse beteiligt sich nur am Festzuschuss für den Zahnersatz selbst, nicht am Implantat. Private Krankenversicherungen und Zahnzusatzversicherungen erstatten häufig anteilig oder vollständig — abhängig vom Tarif. Wir helfen gerne bei der Klärung im Vorfeld.

Wie lange dauert die gesamte Behandlung?

Bei Sofortversorgung verlassen Sie die Praxis am Tag des Eingriffs mit einem festen provisorischen Zahn. Die endgültige Krone folgt, sobald das Implantat sicher eingeheilt ist — wie lange das dauert, hängt von Ihrer individuellen Wundheilung ab. Wir geben bewusst keine pauschalen Wochenangaben, weil jeder Körper anders heilt. Bei nötigem Knochenaufbau verlängert sich der Gesamtzeitraum entsprechend.

Tut die Implantation weh?

Während des Eingriffs nicht — die örtliche Betäubung wirkt zuverlässig. Auf Wunsch ergänzen wir mit Lachgas oder einer leichten Sedierung. Nach dem Eingriff sind leichte Schwellungen und ein Druckgefühl möglich, die meist nach 2–3 Tagen abklingen. Der PRGF-Einsatz reduziert beides deutlich.

Was ist, wenn nicht genug Knochen da ist?

Dann arbeiten wir bevorzugt mit autologem Knochen — also Material, das aus Ihrem eigenen Blut gewonnen wird. Allergische Reaktionen oder Abstoßungsreaktionen sind dadurch praktisch ausgeschlossen. In seltenen Fällen kann es erforderlich sein, autologen Knochen mit porcinem oder allogenem Knochen zu mischen, um ausreichend Volumen zu erreichen. Der porcine bzw. allogene Anteil wird im Verlauf des Heilungsprozesses vollständig resorbiert und durch eigenen Knochen ersetzt — er dient nur als vorübergehender Platzhalter während des Umbaus. Nach der Einheilung kann das Implantat regulär gesetzt werden.

Wie lange hält ein Keramikimplantat?

Bei guter Mundhygiene und regelmäßiger Nachsorge spricht nichts gegen eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten. Die ersten klinisch dokumentierten Vollkeramikimplantate sind heute über 15 Jahre alt und funktionsfähig. Entscheidend für die Langlebigkeit sind: korrekte Position, gute Pflege, und die regelmäßige professionelle Implantatreinigung.

Kann ich von Titan auf Keramik umsteigen?

Ja, das ist möglich — vor allem bei wiederkehrenden Entzündungen oder Periimplantitis. Wir entfernen das Titanimplantat schonend, lassen den Knochen heilen oder bauen ihn auf, und setzen anschließend ein vollkeramisches Implantat. Der Aufwand lohnt sich für Patienten, die das Metall bewusst loswerden möchten.

Ihr nächster Schritt

Sprechen Sie mit uns über Ihr Implantat

In der Beratung klären wir Knochensituation, Materialwahl und Ablauf — ohne Zeitdruck und ohne Verkaufsgespräch. Buchen Sie Ihren Beratungstermin online oder rufen Sie direkt an.