Wenn das Implantat zur Entzündung wird
Periimplantitis ist die entzündliche Erkrankung des Gewebes um ein Implantat — vergleichbar mit Parodontitis am natürlichen Zahn, oft aber aggressiver und schwerer zu therapieren. Auslöser ist ein dysbiotischer Biofilm, der sich an Implantatoberflächen und Aufbauten festsetzt und den umliegenden Knochen mit der Zeit auflöst.
Vor allem Titanimplantate sind betroffen: Die mikroraue Oberfläche bietet anaeroben Bakterien wie Aggregatibacter actinomycetemcomitans und Porphyromonas gingivalis Anhaftungsraum. Studien zeigen Prävalenzen zwischen 10 und 20 Prozent nach 10 Jahren — mit deutlicher Streuung je nach Patientenkohorte, Implantatsystem und Hygiene-Compliance.
Biologisch behandeln statt nur antibiotisch
Konventionelle Therapieprotokolle kombinieren mechanische Reinigung, lokal angewendete Antibiotika und Laser. Das funktioniert — bringt aber Resistenzrisiken und schädigt das Mundmikrobiom. Unser biologischer Behandlungsweg ergänzt diese Schritte um vier Bausteine:
Ozon als oxidatives Desinfektionsmittel zerstört Bakterien und Biofilme, ohne Resistenzen aufzubauen. PRGF-Eigenblut liefert Wachstumsfaktoren für die Regeneration des Bindegewebes. Mikrobiom-Pflege mit Lactobacillus-Stämmen und Ernährungsberatung baut die schützende Bakterienflora wieder auf. Und wenn das Implantat nicht zu retten ist: Vollkeramik-Re-Implantation mit deutlich geringerer Plaqueanlagerung.